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Ludwig wurde am 25. August 1845 in München als ältester Sohn von Kronprinz Maximilian und Kronprinzessin Friederike von Preußen auf Schloss Nymphenburg geboren. Er wurde auf den Namen Otto Friedrich Wilhelm Ludwig Getauft, sein Rufname sollte jedoch Ludwig sein. Seine Kindheit verbrachte Ludwig mit seinem drei Jahre jüngeren Bruder Otto I. auf Schloss Hohenschwangau, in der Umgebung seiner Mutter. Nachdem sein Großvater König Ludwig I. von Bayern 1848 abgedankt hatte, wurde sein Vater Maximilian König und Ludwig zum Kronprinzen. |
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Im Jahr 1861 erlebte Ludwig im königlichen Hof- und Nationaltheater zum ersten Mal die Aufführung der Opern "Lohengrin" und "Tannhäuser" von Richard Wagner und verfiel der Musik. Er engagierte sich für die Förderung der Kultur, insbesondere des Komponisten Richard Wagners. Er hatte den Komponisten an seinen Hof geholt und mit Auszeichnungen überhäuft und verschwenderisch beschenkt. Im Jahr 1864 verstarb Ludwigs Vater Maximilian und Ludwig wurde im Alter von 18 Jahren zum König von Bayern proklamiert. |
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Am 22.Januar 1867 verlobte er sich aus einem spontanen Entschluss heraus mit der Herzogin Sophie Charlotte von Bayern, einer Schwester der Kaiserin Elisabeth von Österreich. Ludwig schob den Hochzeitstermin immer wieder heraus und Sophie hatte sich unterdessen in einen Fotografen verliebt und traf sich heimlich mit ihm. Am 10.Oktober des gleichen Jahres wurde auf drängen Ludwigs die Auflösung der Verlobung öffentlich bekannt gegeben. Während seiner Regierungszeit lagen seine Schwerpunkte überwiegend auf dem kulturellen Gebiet, so hatte er durch seine Förderung von Richard Wagner und die Errichtung des Festspielhauses in Bayreuth einen deutlichen Einfluss auf die Musikgeschichte. König Ludwig II. hat für die bayerische Identität als sogenannter "Kini" einige Bedeutung. Zahlreiche Lieder ranken sich um sein Leben und seinen Tod.
Eine der Lieblingsbeschäftigungen König Ludwigs war das Reiten und so ließ er seine Leibreitpferde vom Maler Friedrich Wilhelm Pfeiffer, vor den Hintergründen seiner beliebtesten Aufenthaltsorte portraitieren. 26 dieser Portraits sind im Marstallmuseum des Schlosses Nymphenburg zu besichtigen. |
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Ludwig II. wurde auf Betreiben der Regierung durch den Professor Bernhard von Gudden und weiteren Ärzten allein aufgrund von Zeugenaussagen und ohne einer persönlichen Untersuchung des Patienten, für seelengestört und unheilbar erklärt und am 9.Juni 1886 durch die Regierung entmündigt. Sein Onkel Luitpold übernahm am 10.Juni als Prinzregent die Regierungsverantwortung. König Ludwig wurde in Neuschwanstein in Gewahrsam genommen und nach Schloss Berg verbracht. |
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Am verregneten 13.Juni 1886, unternahm Ludwig mit Dr. von Gudden einen Spaziergang in dem am Starnberger See gelegenem Schlosspark, von dem beide nicht zurück kamen. Gegen Mitternacht fand man den Überrock Ludwigs und die Hüte der beiden nahe dem Ufer und bald darauf auch die leblosen Körper der zwei Vermissten, treibend im See. Es bleibt bis heute ein Rätsel, wie es zum Tode der Beiden kam, da er auch als ein vortrefflicher Schwimmer galt. Nach der offiziellen Version wollte der Arzt den Regenten an einem Selbstmordversuch hindern und kam dabei selbst ums Leben. Diese Version wurde schon bald bezweifelt. Um den Tod von Ludwig II. ranken sich bis heute zahlreiche Gerüchte. Man errichtete am Ufer des Starnberger Sees, zu Ehren Ludwigs eine Kapelle (Votivkapelle) und am Fundort ein Gedenkkreuz. |
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Bei der pathologischen Untersuchung des toten Königs in der Münchener Residenz war auch der Leibarzt Ludwigs, Dr. Schleiß anwesend, der nicht von einer Krankheit des Königs überzeugt war. Nach der Sektion wurde sofort die Einbalsamierung vorgenommen. Ludwig wurde am 19.Juni 1886 nach einem Leichenzug durch München in der Gruft der Michaelskirche in München beigesetzt. Seine Urne mit Herz wird am 16.August 1886 in der Altöttinger Gnadenkapelle verbracht. |
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Viele Träume hatte der junge Ludwig und Visionen von einem weißen Schloss auf dem Pöllatfelsen und wenn er hoch zu Ross auf königlichen Reitwegen bis fast zum Tegelberg unterwegs war, dann ließen ihm die Träume keine Ruhe:
Mein Schloss soll einmalig werden auf der ganzen Welt, berühmt bis ins weite Meer...
Er ließ seinen Traum Wirklichkeit werden. Schloss Neuschwanstein ist zu einem Wahrzeichen Europas geworden. Einem weißer Traum, in dem Ludwig II. nie residierte, aber heute noch lebendig ist. |
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Er veranlasste auch den Bau der Schlösser Herrenchiemsee und Linderhof. Ludwig wird heute oft als Märchenkönig bezeichnet. Die Schlösser Neuschwanstein, Linderhof und Herrenchiemsee, wurden am 1.August 1886 für den Besucherverkehr freigegeben. Man wollte damit der Öffentlichkeit beweisen, wie wahnsinnig der König gewesen sei, doch das Gegenteil trat ein. Die Besucher waren begeistert und sind es heute noch. Tolle Souvenirs zu König Ludwig und seinen Schlössern gibt es hier |
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Ludwig II. war , wenn man so will, ein Pionier der Sozialversicherung. Denn schon beim Bau seines Schlosses Neuschwanstein gab es einen Krankenunterstützungsverein, der sich die Arbeiter anschließen konnten. Im Krankheitsfalle erhielt der Arbeiter eine Mark pro Tag und beim Tode des Versicherten übernahm der Verein die Kosten der Totenwache und der Gedenkmesse. Diesen Verein gibt es heute noch ! |
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Berufskleidung
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