Karfreitagsratschen | Kocherlball  

Kirchweih

Die Kirchweih findet am 3.Sonntag im Oktober statt, welche in einigen Gegenden auch als "Allerweltskirta" bezeichnet wird. Dieses Fest ist im Volksglauben stark verankert und mit vielerlei Ritualen verbunden. Weit hin sichtbare Zeichen ist der "Zacherl", eine rot-weiße Fahne, die am Kirchweihsonntag von den Kirchtürmen weht und die Menschen an das Tagesevangelium erinnert, wo der Zöllner Zachäus auf einen Baum gestiegen war, um den vorübergehenden Jesus zu sehen.

" A richtiger Kirta dauert bis zum Irda (Dienstag) ,
wann sie`s duat schicka,
aa bis zum Migga.
(Mittwoch) "

(Zachäus auf dem Baum)

Die Kirchweih, der Kirta, die Kerwa oder die Kirwa waren ein großes Familienfest- und Sippenfest, das schon Tage vorher vorbereitet wurde. Die Ernte war eingebracht und die meisten Feldarbeiten beendet. Es war einerseits Zeit zum Danken und andererseits Zeit zum Feiern. Das Kirchweihessen war üppig. Es wurde aufgetischt, was die Küche hergab. Neben den Kirchweihgänsen- und Enten gab es "Kirchweihnudeln", die im heißen fett heraus gebacken wurden. Bei der Kirchweih, wird der jeweilige Jahrestag einer Kirchweihe, oder der Namenstag des Kirchpatrons abgehalten.

Kirchweih in Aktion

Kirchweih (zeitgen.Postkarte)



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